Le Saint-Sépulcre: Schinken im Teigmantel und Legenden am Münster
Ein mehrfach jahrhundertealtes Gebäude, ein im Saal tranchierter Schinken im Teigmantel und die Legende eines unterirdischen Gangs zum Münster: Folklore und Beständigkeit zugleich.

Das Urteil
Wenige Dutzend Meter vom Münster, in einem mehrfach jahrhundertealten Gebäude mit denkmalgeschützter Front, gelingt dem Saint-Sépulcre, auf Elsässisch Hailich Graab, was wenige Winstubs im Carré d'Or schaffen: ein echtes Stammgastlokal inmitten des Besucherstroms zu bleiben. Die 4,5 auf über 1 800 Google-Bewertungen machen es zu einer der bestbewerteten Winstubs im Zentrum, und die örtliche Presse lobte 2024 die Ankunft von Küchenchef Michel Supper, dessen Empfehlungen die Karte entstauben, ohne sie zu verraten.
Was man dort isst
Die Signaturgeste: der Schinken im Teigmantel, im Saal tranchiert. Darum herum Waedele, also Haxe, Schnecken, überbackener Munster und kreativere saisonale Vorschläge. Das Haus pflegt auch seine Legende: ein unterirdischer Gang soll den Keller mit dem Münster verbinden, Erinnerung an die Zeit, als die Adresse die Arbeiter der Bauhütte versorgte.
Der Hinweis für den Besuch
Reservieren Sie zum Abendessen, besonders in der Saison: die Lage macht das Haus zum offensichtlichen Ziel, und der Saal ist nicht dehnbar. Der Mittagstisch bleibt das Zeitfenster der Stammgäste aus dem Viertel.
Häufige Fragen
Was ist die Spezialität des Saint-Sépulcre?
Muss man im Saint-Sépulcre reservieren?
Camille Roth
In Schiltigheim geboren, arbeitete Camille zehn Jahre in der Straßburger Gastronomie, bevor sie die Schürze gegen den Notizblock tauschte. Sie schreibt über Winstubs, aufstrebende Küchen und elsässische Produkte. Ihre Regel: nie eine Adresse empfehlen, in die sie nicht auch ihre Eltern schicken würde.



